Regen in Bardolino II …

… oder der Luxus einer Option

Nach dem Veröffentlichen des Artikels BARDOLINO, 14°, REGEN – DIE FRISUR SITZT bin ich ins Grübeln gekommen.

Was, wenn ich die vor die Entscheidung gestellt würde, ob ich meine Ferien am Gardasee bei Regen oder in Pforzheim bei Sonnenschein verbringen möchte? 
Dabei ist mir erst so richtig bewusst geworden, dass ich  diese Entscheidung überhaupt erst einmal habe.
Damit gehöre ich  einer extrem kleinen, privilegierten Minderheit an, denn für die überwiegende Mehrheit der Menschheit wird es eine solche Option niemals geben.

Mehr noch! Betrachtet man das Ganze unter dem Gesichtspunkt der Menschheitsgeschichte, wird einem noch viel krasser vor Augen geführt, wie gering meine Chance bei meiner Geburt doch war, zu den Auserkorenen zu gehören, die unter all den Menschen, die je auf diesem Planeten gelebt haben, diese Wahl zu haben.

Und doch machen wir uns Gedanken darüber, ob es vielleicht nicht doch besser gewesen wäre, nach – was weiß ich wo – gereist zu sein.

Zeit zur Einkehr. Und zur Demut. Das Wetter passt dazu!

La vita é bella!

Ciao Benaco!

Wieder einmal ein Abschied … 

Doch die alte Melancholie, die mich eigentlich immer befallen hat, wenn ich am letzten Abend auf den See hinunterschaute, ist nicht mehr da.

Dieses Mal ist es anders, vielleicht weil die Tage am See  nur eine Ouvertüre, ein kurzes Vorspiel waren, auf so viel, was noch kommen wird.

Es war schön und auch wichtig, wieder einmal im Mai hier gewesen zu sein. Sicher hat sich viel verändert in all den Jahren, und rings um mich herum lässt eine Unzahl von Kränen vermuten, dass der Wandel noch längst nicht abgeschlossen ist – oder vielleicht sogar gerade erst richtig beginnt.

Und dennoch habe ich dieses Jahr kein ungutes Gefühl. Seit langer Zeit habe ich ihn wieder einmal gespürt. Vielleicht geht es ja nur mir so, dieser See übt eine ganz besondere Magie auf mich aus, die lange Zeit in einer überbordenden Welle respektlosen Konsums auf der einen und ungezügelter Profitgier auf der anderen Seite zu ertrinken drohte.

Welch ein groteskes Bild – ein ertrinkender See!

Doch der Benaco ist zurück. In all seiner Pracht, in all seinen Farben und Gerüchen und mit all der Gewalt, die die Natur sowohl ihm als auch seiner Umgebung verliehen hat.

Für mich hat es etwas ungemein Tröstliches, dass wir Menschen ihm scheinbar nichts anhaben können. Das gibt Hoffnung und Zuversicht.

Morgen geht es aber erst einmal weiter zu einem weiteren Sehnsuchtsort: der Schlern. Und die Wetteraussichten sind perfekt, sodass wir vielleicht bereits in der morgigen Abenddämmerung König Laurin ein Schnippchen schlagen können, und uns im Anblick seines Rosengartens suhlen dürfen.

Fortsetzung folgt …

 

Über Seen, Berge und Zwerge …

die sich zu wichtig nehmen.

Der Geist des Sees war also immer da. Wenn ich ihn lange Zeit nicht mehr gespürt habe, so lag das wohl nicht an ihm.

Als wir am Freitagabend am Passo Nigra vor dem atemberaubenden Rosengartenmassiv standen, entdeckten wir an seiner rechten Flanke einen Lift, der es Skifahren wohl ermöglichen soll, eine noch nicht einmal hundert Meter lange, steile Piste auf einem der heiligsten Wahrzeichen Südtiroler Lebensart hinunterzurutschen.
Welch ein Frevel! Menschen hängen Kruzifixe in Amtsstuben und pissen gleichzeitig aus purer Geldgier der Natur mitten ins Gesicht.

„Wenn ich wieder auf die Welt komme, möchte ich ein Berg werden.“, meinte Ina ehrfürchtig beim Anblick von Laurin und seinem Rosengarten. „Egal, was kommt – ob Eiszeiten, Gewittersturm, oder Gluthitze – ich lasse einfach alles an mir abprallen. Und dann schmeiße ich einfach schmunzelnd immer mal ein paar Lawinen auf die Trottel, die meinen, mich bezwingen zu können.“

Laurinswand und Rosengartenspitze und Schneefeld auf dem Gartl

Wie recht sie hat.

Wir Menschen können Bergen die wüstesten Narben ins Gesicht fräsen, wir können sie sprengen, ihnen in heißen Sommern ihr kühlendes Kleid aus Gletschern vom Leib reißen, das Eis in ihrem Inneren zum Schmelzen bringen, damit ganze Gipfel in die Tiefe stürzen.
Versetzen können wir sie – im Gegensatz zu dem im Volksmund so oft zitierten Irrglauben – jedoch  nie. Ganz egal wie sehr wir an irgendetwas glauben.
Denn auch wenn wir ihre Gipfel zum Einstürzen bringen,  mag das aus unserer Zwergenperspektive durchaus dramatisch anmuten. Doch in er Zeitrechnung dieser ehrwürdigen Kolosse bedeutet ein Menschenleben noch nicht einmal eine Nanosekunde. 
Und so wachsen sie Jahr für Jahr um zwei Millimeter nach. In einem Menschenleben, noch nicht einmal einer Nanosekunde also, etwa sechzehn Zentimeter.

Und wie wir so vor dem phantastischen Massiv standen und auf den Sonnenuntergang warteten, brach die Dämmerung herein – ganz ohne, dass sich irgendetwas auch nur annähernd rötlich einfärbte.

Dennoch waren wir nicht enttäuscht, als wir nach Hause fuhren. Der Eindruck dieses unbeschreiblichen, acht Kilometer breiten Massivs hallte noch nach.
Am Ende des Passes in St. Zyprian angekommen, drehten wir uns noch einmal um – und siehe da: das komplette Massiv strahlte plötzlich und unerwartet in leuchtendem Rot. Ganz offenbar, war der Sonne nur kurze Zeit ein Berg im Weg gestanden.
Nun gut. Das eigentliche „Gartl“, der Schuttkar zwischen Rosengartenspitze und Laurinswand war jahreszeitbedingt noch mit Schnee bedeckt. Doch geleuchtet hat es trotzdem.

Aber zwei wichtige Dinge haben wir beide mit nach Hause genommen:

  • Zwerge neigen manchmal dazu, sich zu überschätzen
  •  [De]Mut zur Umkehr kann [nicht nur in den Bergen] belohnt werden.

Der Geist der Berge war nie weg.

Fortsetzung folgt.

Kapitel 1 – Der Block (Nerds würden das jetzt sicherlich Blog nennen)

Einige von euch werden sich jetzt sicherlich fragen, was einen normalen Menschen dazu treibt, fragwürdige Urlaubserlebnisse für alle sichtbar im Internet zu veröffentlichen.

Diese Frage ist grundsätzlich nicht unberechtigt, allerdings setzt sie voraus, dass der Blockautor (Nerds würden ihn Blogautor nennen) normal ist. 
Bei unserem Schreiberling ist das – wie dem ein oder anderen Leser in den letzten Jahrzehnten sicherlich nicht entgangen sein dürfte – nicht so wirklich gesichert.

Zum einen  verfügt er, wie alle narzisstisch gestörten Selbstdarsteller, über ein überdimensioniertes Sendungsbewusstsein.
Zum anderen plagen ihn schon seit mehreren Jahren zusehends Erinnerungslücken, die sich auf diese Weise bei Bedarf jederzeit und allerorts aufs Trefflichste schließen lassen.
Des weiteren kann die regelmäßige Berichterstattung Hinweise auf den momentanen Aufenthaltsort des Protagonisten geben. Sollte also wider Erwarten der Block (Nerds würden das jetzt wahrscheinlich Blog nennen) über mehrere Tage ruhen, wisst ihr, wo ihr unter keinen Umständen nach ihm suchen solltet, um ihn nicht versehentlich doch noch zu finden.😁

In diesem Sinne wünsche ich euch gute Unterhaltung beim Lesen!

Euer Alpha-Blocker

PS: Stei tjund! Ab 22.5. gibt es jeden Abend Neues!

 

Kapitel 2 – Die Anreise – Teil 1

Beste Bedingungen!

Natürlich kann man bei jedem Wetter Motorradfahren.
Kann man – muss man aber nicht.
In Ermangelung eines Uboots hat der Protagonist nach mehrstündigen Beratungen den Beschluss gefasst, seine Abreise auf den 22.5.2024:700 zu verschieben – selbst wenn die Verspätung unter Umständen zum Wegfall von Teiletappen führen kann.
Schluchten machen eben auch bei Regen und Nebel nicht wirklich Spaß.

Wir berichten …

Kapitel 3 – Die Anreise – Teil 2

… oder Calimotos feines Gespür für Unwetter

Die Regenschlacht startete am Mittwochmorgen um zehn vor acht noch relativ entspannt mit leichtem Niesel und endete fast zwölf Stunden und 664 km später um halb acht abends in Biella (ja, ist ja schon gut, hatte ich auch noch nie gehört!) .
Meine verzweifelten Versuche, die schlimmsten Wolkenbrüche zu umfahren, wurden dabei immer wieder von einer App torpediert, deren Entwickler scheinbar einen Algorithmus implementiert haben, der den geneigten Fahrer vor der Dehydration schützen soll.
Heraus kam dabei eine Regen-Odyssee durch sämtliche Tiefdruckgebiete der Alpen, in der ich nahe an meinen bisherigen Rekord von knapp 13 Stunden auf dem Moped herangefahren bin. Allerdings war damals bestes Wetter und es hatten 9 Pässe hinter mir gelegen …🥵
Doch letztendlich war es genau dieses 💩-Wetter, das mich letztendlich in einen Ort verschlug, in dem die Zeit stillzustehen scheint.
Ein Ristorante, wie ich es noch aus der Zeit in Novara, kurz vor meinem Studium, noch kannte. Es hat sich fast nichts verändert – selbst der Preis ist [beinahe] noch derselbe!

 

Kapitel 4 – Sanremo

… oder Live ist what happens while we are busy making plans (John Lennon)

Jetzt ist es also Sanremo geworden.
Nachdem ich bereits klangvolle Etappenziele wie etwa Montreux oder Chamonix in die Tonne treten musste,  ereilte nun auch Menton das Schicksal des Nebenkriegsschauplatzes.
Diesmal gab  allerdings nicht das Wetter den Ausschlag (der Mont Blanc unterscheidet sich wolkenverhangen in tiefstem Regen ohnehin nicht sonderlich vom Katzenbuckel oder vom Wartberg) – vielmehr war es das doch eher bescheiden ausgestattete Budget eines freiberuflich dahinwerkelnden Informatikers, die eine weitere Anpassung der Reiseplanung notwendig machten.
Schlugen kurzfristig buchbare Unterkünfte in Menton zum Zeitpunkt der Reiseplanung noch mit etwa 80-150 € die Nacht zu Buche, so rufen die Hotels auf booking.com  momentan Preise ab 900 € auf.
Grund dafür sind die nur wenige Kilometer entfernt stattfindenden Filmfestspiele von Cannes.
Neben Hollywoods Filmgrößen geben sich dort gerade Baulöwen, Ölmagnaten oder Vermögensberater(#sehrschnellwegduck😁) die Klinke in die Hand.
Seltsamerweise habe ich dadurch jetzt tatsächlich noch einen Tag dazu gewonnen. Denn eigentlich wäre ich heute erst in Guillaumes und müsste noch durch eine dicke Regenwand runter zur Côte d‘ Azur. Jetzt bin ich im sonnigen Teil angekommen und sitze hier in einer herrlich italienischen Stadt, die nach einer Heilbronner Pizzeria benannt ist.
Heute früh, sehr, sehr früh, als die meisten hier noch schliefen, habe ich sie zu Fuß erkundet.

 

Jetzt dann werde ich die Grand Corniche fahren und am Sonntag bei voraussichtlichem Kaiserwetter endlich Tulles Schluchten!🤗

Steij Tjund!

Kapitel 5 – Die Grand Corniche

Unter Europas Straßen gibt es wohl kaum einen klangvolleren Namen als die Grand Corniche. Wahrscheinlich braucht La Grande Nation eben auch eine Grand Corniche.

Hm. Dazu später etwas mehr.

Durch Wolkenbrüche auf meiner Reise in den Süden etwas nach Osten abgedrängt, erreichte ich bei Savona und Sonnenschein die SS1. Die charmante Küstenstraße verbindet von Rom und Ventimiglia.

Aufmerksamen Leser*innen wird nicht entgangen sein, dass die Wegstrecke  von Biella nach Sanremo bislang undokumentiert blieb.
Doch das hat einen Grund: Die SS1, die von ihren Kennern und Liebhaber gerne auch Via Aurelia genannt wird.
Auf der zweiten Etappe meine wasserreichen Anreise durfte ich sie zum ersten Mal kennen- und lieben lernen.
Nicht unwesentlich dabei war sicherlich auch der Fakt, dass Regen an italienischen Küsten offenbar verboten zu sein scheint.
Doch der abwechslungsreiche und abenteuerliche Charme dieser Straße hat mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen.
Zum einen sind da diese Ortsdurchfahrten, bei denen das einzig vernünftige Verkehrsmittel tatsächlich eine Vespa ist. Und wenn man auf den schmalen Hauptstraßen zwischen Bergen und Meer unterwegs ist, begreift man sofort, warum sie genau so heißen müssen.
Sie sind schnell, wendig und kommen von überall her, um in jede Lücke zu stechen.
Eine Weile habe ich dem emsigen Treiben hinterhergesehen, bis mich der verständnislose Blick eines Taxifahrers dazu animierte, es ihnen mit meiner dicken fetten Hummel nachzutun. Anfangs zugegebenermaßen noch etwas schüchtern und unbeholfen wurde ich allmählich immer mutiger. Und siehe da: Nach einer Weile floss es ganz natürlich. Nicht etwa, weil meine Supermoto plötzlich wendig wie eine Wespe geworden wäre.
Nein, weil ich begriffen habe, dass man in diesen kleinen Städtchen aufeinander aufpasst. Sie mögen hupen und laut schimpfen, mit Fäusten drohen und dich beleidigen oder, schlimmer noch, deine Mutter eines unehrenhaften und anstößigen Lebenswandels bezichtigen – doch sie machen dir dabei immer Platz. Niemals würde sich einer von diesen Menschen in den Weg stellen oder dich sogar umfahren, weil er im Recht ist.
Die meisten Autofahrer nehmen noch nicht einmal mehr Kenntnis von dir, weil sie wissen, dass sie auch nicht schneller vorankommen, wenn sie dir keinen Platz machen.

Doch sobald man eine dieser vor umtriebiger Lebensfreude sprühenden Städte verlässt, zeigt die SS1 ihr wahres, unvergleichliches Gesicht. Elegant schlängelt sie sich durch die Berge, wo Klippen und Steilhänge es erfordern. Das tut sie nicht etwa in widerlichen zu fahrenden Spitzkehren wie am Stilfzer Joch – obwohl das beim Bau wahrscheinlich die einfachere Variante gewesen wäre.
Die SS1 verkörpert die italienische Lebensart und folgt einfach nur dem Gesetz der Schönheit.
Das macht es dem Gast nicht einfach, sich zu entscheiden. Genießt man die berauschende Sicht über die atemberaubenden Buchten mit dem tiefblauen Wasser oder lässt man sich hinreißen und reizt die einfach grandios zu fahrenden Kurven etwas aus?

Aber Obacht! Beides zusammen ist ungesund und endet schnell in einer Katastrophe. Denn die SS1 verzeiht vieles, sicher aber keinen Leichtsinn.

Und diese SS1 endet dann bei Grimaldi di Ventimiglia, wo sie nach der Grenze in Menton zur D 6007 wird, und dann eben zu jener vielzitierten Grand Corniche.
Und was soll ich sagen?
Gegen die SS1, die nach Ventimiglia bis zur Grenze noch einmal so richtig Spaß macht, stinkt die Corniche mächtig ab.
Wer auf wie an Bindfäden aneinander gereihte Yachten russischer Oligarchen und von Bausünden verpestete Buchten steht, darf sich gerne in die Unzahl der Fotografen einreihen, die sie säumen, um mit ihren Urlaubsfotos den Nimbus einer doch eher bescheidenen Bergstraße noch weiterzupflegen. 

Die wahre Königin ist ganz woanders. Und dahin fahr ich jetzt wieder zurück!😉

Kapitel 6 – Die Seealpen und die Var-Schlucht (Danke, Tulle!)

Die wirklich spektakuläre Tour führt entlang des Var, einem typischen Gebirgsfluss aus den französischen Seealpen, der  hinter Nizza ins Mittelmeer mündet. Von dort geht es  über Entrevaux durch atemberaubende Schluchten  hinauf in das beschauliche Städtchen Guillaumes.
Rechts ab führt eine kleine Passstraße hinauf in den beliebten Wintersport- und Sommerwanderort Valberg, von wo man über eine breite, gut ausgebaute Straße wieder nach Beuil hinunterkommt.
Durch die Schlucht der Ciane fährt man dann zurück bis zu deren Mündung in den Var.


Trotz der wirklich fantastisch zu fahrenden Straßen möchte man nach jeder Kurve anhalten, weil sich immer neue, noch atemberaubendere Aussichten auftun. Leider kann eine Kamera diese Bilder nur bedingt einfangen,  ich habe es dennoch versucht.

Kapitel 7 – Addio Sanremo! Ciao La Pigna!

Ich muss gestehen, dass ich unter normalen Umständen wohl nie auf die Idee gekommen wäre, eine dieser Städte an der ligurischen Küste zu bereisen. Mit  gefühlten Millionen, am Strand symmetrisch aneinandergereihten Liegestühlen sind sie für mich auch noch immer Sinnbild einer aus den Fugen geratenen Entwicklung im Tourismus, in denen schnöder Kommerz eine einzigartige, von der Natur geschenkte Schönheit geradezu grotesk entstellt.
Doch Sanremo hat auch noch ein anderes Gesicht: La Pigna, die etwas höher gelegene ursprüngliche Altstadt. Mit dem typischen Charme alter italienischer Städte, den ich so liebe, weil sie mit ihrer altehrwürdigen Patina durch Jahrhunderte hindurch jeglichem Zeitgeist wahre und unaufgeregte Schönheit entgegenzustellen wussten, zog sie mich von ersten Moment an geradezu magisch in ihren Bann  wie einst Siena, Rom oder Palermo.
In jedem Fall noch eine Reise wert, auch wenn ich wohl auch das nächste Mal den  lauten Strand eher meiden werde.

Doch jetzt ist es an der Zeit, weiterzugehen.
Wie auf dieser Reise üblich, etwas anders, als ich es geplant, umgeworfen und wieder neu geplant hatte. Corsica Ferries hat mich informiert, dass sie meine morgige, bereits vor Monaten bezahlte Überfahrt von Nizza nach Bastia nicht durchführen werden.

Immerhin noch einen Tag vorher, sodass ich gerade noch eine der letzten Fähren von Toulon nach Ajaccio ergattern konnte.
Das bedeutet zwar, dass ich morgen noch 200 km weiter westlich fahren muss und meine komplette Tourenplanung auf Korsika in die Tonne treten kann, weil ich jetzt in Ajaccio und nicht in Bastia ankomme.
Aber in den letzten Wochen habe ich eine  ganz wesentliche Erkenntnis gewonnen: Es macht  keinen Sinn,  etwas planen zu wollen. Ich denke nicht, dass ich all diesen wunderbaren Dingen hätte begegnen dürfen , wäre meine Urlaubsplanung von Anfang an aufgegangen.

Und in diesem Sinne freue ich mich auf das, was noch so kommt und lasse mich sehr gerne überraschen!

Steij tjund!